Außenwandleuchten sind für die direkte Montage an der Hausfassade konzipiert. Sie dienen zur Beleuchtung von Hauseingängen, Terrassen, Balkonen und längeren Wandabschnitten. Im Gegensatz zu Gartenpfosten oder Strahlern sind sie unmittelbar an der Wand angebracht und beleuchten entweder den Bereich vor dem Haus oder setzen gezielt die Fassade in Szene.
In dieser Kategorie finden Sie praktische Außenwandlampen für sicheren Durchgang sowie architektonische Außenlicht für Fassaden, die Licht nach oben, unten oder kombiniert ausstrahlen. Gut geplante Wandaußenbeleuchtung wirkt sich deutlich auf den Gesamteindruck des Hauses bei Dunkelheit aus.
Typische Einsatzbereiche für Wandaußenbeleuchtung
- an den Seiten der Haustür
- über der Garagentür
- entlang von Wegen rund ums Haus
- auf Terrasse oder Loggia
- an blinden Fassaden als architektonisches Gestaltungselement
Am Eingang werden häufig zwei Außenwandleuchten auf gleicher Höhe montiert, um gleichmäßiges Licht ohne harte Schatten zu gewährleisten. Längere Wände werden meist mit mehreren Leuchten systematisch als Außenwandbeleuchtung ausgestattet.
Die Montagehöhe liegt bei Eingängen zwischen 160–190 cm und an Durchgangswegen etwa bei 200 cm.
Planen Sie neue Fassadenaußenbeleuchtung, empfiehlt sich die Elektroinstallation vor dem finalen Verputz, da nachträglich verlegte Kabel auf der Fassade sichtbar sein können.
Kurzguide: So wählen Sie die richtige Außenwandleuchte
- Kleiner Eingang ohne Dachvorsprung – hier empfehlen sich Leuchten mit hohem IP-Schutz (mind. IP54) und diffusem Licht.
- Dunkle Fassade – verwenden Sie höhere Leistung oder engen Lichtkegel, ansonsten geht der Effekt verloren.
- Nur Orientierungslicht gewünscht – 300–500 lm und einseitig strahlende Außenwandlampe sind ausreichend.
- Architektur betonen – UP/DOWN-Leuchten mit engem Abstrahlwinkel erzeugen stärkere Lichtkontraste.
Grundtypen nach Lichtverteilung
Strahlen Licht nach oben und unten und erzeugen charakteristische Lichtkegel.
Sie gehören zu den meistverkauften Außen-LED-Leuchten für Fassaden, da sie sparsam sind und einen markanten Lichteindruck bieten.
Sie werden eingesetzt, um Materialstruktur und Gliederung der Fassade hervorzuheben. Bei diesen Modellen ist der Abstrahlwinkel wichtiger als die reine Lichtstärke.
Leuchten nur in eine Richtung – meist nach unten.
Ideal, wenn das Außenwandleuchtmittel hauptsächlich den Bereich unterhalb (Eingang, Gehweg, Hausnummer) ausleuchten soll.
In der Praxis werden oft mehrere Leuchten als funktionale Wandaußenbeleuchtung entlang von Wegen kombiniert.
Ermöglichen flexible Einstellung des Lichtwinkels.
Geeignet für gezielte Akzente, z.B. architektonische Details oder Pflanzen in Fassadennähe.
Ideal, wenn konventionelle Außenwandbeleuchtung keine exakte Ausleuchtung ermöglicht.
Die Lichtquelle ist versteckt, das Licht wird an der Wand reflektiert.
Ergibt eine weiche, gleichmäßige Fassadenbeleuchtung ohne harte Schatten.
Perfekt für Terrassen, Balkone und repräsentative Eingänge mit Fokus auf visuellen Komfort.
Wichtige technische Merkmale bei Außenwandleuchten
IP-Schutz bei Außenwandleuchten
Mindestens IP44 ist Standard für Außenwandleuchten. So hält die Außenwandlampe Regen und Feuchtigkeit stand.
An voll exponierten Stellen ohne Dachvorsprung – typischerweise an Giebelseiten oder offenen Fassaden – empfehlen wir IP54 bis IP65. Hier schützt die Leuchte gegen Wasser, Staub und Wind.
Lichtleistung für Fassaden-Außenleuchten
Die passende Leistung richtet sich nach dem Einsatzzweck der Außenlicht für Fassaden:
- Eingangsbereich: 300–600 lm
- Längere Fassadenabschnitte: 600–1200 lm pro Leuchte
Für reine Fassadenbeleuchtung (z. B. UP/DOWN-Modelle) ist der Abstrahlwinkel oft wichtiger als die reine Lumenzahl. Starke, breit gestreute Beleuchtung erzeugt nicht den gleichen Effekt wie ein enger, gezielter Lichtstrahl.
Lichtquelle: Außenwandleuchte mit LED-Modul vs. Sockel
Oft gewählt wird eine Außenwandleuchte mit LED-Modul oder mit integriertem LED-Modul. Diese Modelle sind typisch für moderne Außenwandbeleuchtung und architektonische Fassadenlösungen.
Leuchten mit Sockelfassung (GU10, E27) erlauben den Austausch der Lichtquelle sowie Anpassungen von Intensität und Lichtfarbe. Praktisch, wenn spätere Änderungen ohne Austausch der gesamten Leuchte gewünscht sind.
Häufige Fehler bei der Auswahl von Außenfassadenbeleuchtung
Der häufigste Fehler bei Außenfassadenleuchten ist die Auswahl nur nach Design ohne Rücksicht auf die Lichtverteilung.
Das Design kann auffällig sein, doch bei zu weitem Abstrahlwinkel oder falscher Leistung entstehen Blendungen und ungleichmäßige Wandwirkung.
Weitere typische Fehler:
- zu kalte Lichtfarbe (ab 4000 K), die Putzunebenheiten betont
- zu wenige Leuchten an langen Fassaden – eine starke Leuchte ersetzt keinen regelmäßigen Rhythmus
- ungeeignete Montagehöhe, die Blendungen beim Ankommen oder von Innen verursacht
Praxisbeispiel aus einer Installation:
Bei einem modernen Neubau mit dunkler Fassade wünschte der Bauherr einen starken Effekt und ausreichend Licht am Eingang. Ursprünglich wurden kräftige UP/DOWN Außenfassadenleuchten mit weitem Abstrahlwinkel gewählt. Die Fassade war überbelichtet, der Bereich vor der Tür blieb jedoch dunkel.
Die Lösung trennte Funktion und Effekt: eine separate Außenwandleuchte für die vollständige Eingangsbeleuchtung und weniger leistungsstarke Deko-Leuchten nur für den Lichtakzent an der Fassade. Das Ergebnis war eine ausgewogene Außenwandleuchten, die beide Anforderungen perfekt erfüllt.
Außenwandleuchte mit Sensor
Für Eingänge und weniger frequentierte Bereiche bietet sich eine Außenwandleuchte mit Bewegungssensor an.
Alternativ gibt es Außenwandlampen mit Sensor, die sich automatisch bei Bewegung einschalten.
Diese Lösungen erhöhen die Sicherheit und reduzieren unnötige Beleuchtung in der Nacht. Für rein architektonische Fassadenleuchten wird der Sensor meist nicht verwendet.
Bewährte Lösungen in der Praxis
Bei Einfamilienhäusern bewährt sich oft die Kombination:
- 2× Außenwandleuchten am Eingang
- 1× Außenwandlampe über der Garage
- 2–4× Außenlicht für die Fassade entlang der Seitenwand
So entsteht eine gleichmäßige Fassadenbeleuchtung außen, die funktional und optisch ausgewogen ist.
Praktischer Tipp:
Beim Kauf einer Außenwandleuchte achten Sie nicht nur auf Lichtleistung, sondern auch auf die Lichtfarbe. Etwa 3000 K wirkt bei den meisten Materialien natürlich. Kühleres Licht betont Putzunebenheiten stärker.
Bei mehreren Leuchten an einer Wand sollten Sie einen regelmäßigen Abstand einhalten. Bei Fassadenleuchten ist die Symmetrie wichtiger als die Form der Leuchte.
Wählen Sie Außenwandleuchten je nachdem, ob Sie Wegbeleuchtung, architektonische Akzente oder Bewegungserkennung wünschen. Für starke Lichteffekte empfehlen wir Up/Down Außenwandleuchten. Für gezielte Akzentbeleuchtung eignen sich verstellbare Außenwandleuchten, für rein funktionale Lösungen einseitig strahlende Leuchten. Mögen Sie weiches, blendfreies Licht, sind außenindirekte Leuchten die richtige Wahl. Die passende Kombination sorgt für sichere Wege und eine harmonische Fassadenbeleuchtung.